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Internationales Kolloquium zu Job- und Topsharing

"Jobsharing is not a fashion topic – it`s a must!" Anna Kaiser, Gründerin Tandemploy Deutschland

Während der Wettbewerb um Fachkräfte auf Hochtouren läuft, zögern viele Unternehmen nach wie vor Teilzeitmodelle einzuführen. Dabei zeigt die Praxis vielerorts: Jobsharing bewährt sich, gerade auch auf Führungsebene. Der Verein Part Time Optimisation hat gemeinsam mit der Familienfreundlichen Wirtschaftsregion Basel zum zweiten internationalen Kolloquium zu Job- und Topsharing im Novartis Campus in Basel eingeladen. Über 160 Personen, darunter 35 Referierende und Panelisten aus der ganzen Welt, diskutierten die Anforderungen und Grenzen von Job- und Topsharing Modellen, Work Smart-Ansätzen und Parallel-Karrieren (Slash Careers).

Die Veranstaltung hat gezeigt: Jobsharing-Modelle haben grosses Potenzial. Jobsharing ist Cross-Gender, Cross-Generational, Cross-Cultural und Cross-Demographic. Und davon profitieren alle. Frauen und Männer können eine herausfordernde Arbeit mit anderen Aktivitäten und Projekten verbinden (Slash Careers), Eltern den Beruf und die Familie besser vereinbaren und ältere Arbeitnehmende können kürzertreten und gleichzeitig wertvolles Know-how an Nachwuchskräfte weitergeben. Den Firmen erleichtert Jobsharing, Wissen dauerhaft zu sichern und Talente längerfristig ans Unternehmen zu binden, während gleichzeitig ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt garantiert ist.

Und dabei waren sich alle einig: Um Jobsharing erfolgreich umzusetzen, sind die Rahmenbedingungen entscheidend.

Fotos, Testimonials sowie den Film zum Anlass finden Sie auf dieser Website.

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Familienfreundlichkeit: Vorwärtsstrategie für Basel

Die Wirtschaftsregion Basel steht unter besonderem Druck, geeignete Fach- und Führungskräfte zu finden. Trotzdem wird eine der naheliegenden Lösungen nach wie vor zu wenig beachtet: Auch Vätern und Müttern attraktive Berufsperspektiven zu bieten. Über 70 Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen folgten der Einladung der Regierungspräsidentin zum Gespräch über das Potenzial und die Umsetzung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen.

In ihrer Eröffnungsrede betonte Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann, welche Chancen Familienfreundlichkeit in Bezug auf den Fachkräftemangel bietet. Und Leila Straumann, Leiterin der Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern Basel-Stadt, belegte in ihrem Inputreferat dieses Potenzial mit Fakten und Studien.

Auf dem anschliessenden Podium diskutierten Regierungsrat Christoph Brutschin, Grossrätin Dominique König-Lüdin, Clivia Koch, Präsidentin der Wirtschaftsfrauen Schweiz, und Sandra Lienhart, CEO der Bank Cler. Im Zentrum standen Fragen zur Umsetzung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen. Die Podiumsgäste waren sich einig: Für die erfolgreiche Umsetzung von Familienfreundlichkeit braucht es strukturelle Änderungen wie z.B. ein ausreichendes Angebot an familienergänzender Kinderbetreuung, das den Bedürfnissen von erwerbstätigen Eltern entspricht. Auf Unternehmensseite braucht es nicht nur Arbeitsmodelle, die die Vereinbarkeit für Frauen und Männer ermöglichen, sondern auch einen Wandel in der Kultur der Unternehmen. Wie dieser gelingen kann, führte Sandra Lienhart aus: „Wir haben mit kleinen Schritten angefangen und unser Angebot nach und nach weiter ausgebaut. Dabei ist es entscheidend, flexibel zu bleiben und die sich ändernden Bedürfnisse im Blick zu behalten. Eine Plattform wie die Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel ist bei diesen Prozessen eine gute Orientierungshilfe.“