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Vereinbarkeit von Pflegeberuf und Familie ermöglichen - Praktikable Ansätze für die stationäre Langzeitpflege

Praxisinputs und Erfahrungsaustausch
In der stationären Langzeitpflege fehlen die Fachkräfte. Mit ein Grund dafür sind die Arbeitsbedingugen. Denn wer Pflegeberuf und Familie unter einen Hut bringen will, steht vor grossen Herausforderungen.
Vertreterinnen und Vertreter von Alterspflegeinstitutionen zeigen an der Veranstaltung am 15. Oktober 2019 auf, mit welchen Massnahmen sie ihren Mitarbeitenden die Vereinbarkeit erleichtern und wie sich daraus ein echter Gewinn für alle ergibt.

Dienstag, 15. Oktober 2019, 16.30 bis 18.30 Uhr
Adullam Pflegezentrum Basel

Veranstaltungsflyer

Rückblick Round Table vom 17. Juni 2019

Am 17. Juni 2019 haben sich die Mitglieder der Familienfreundlichen Wirtschaftsregion Basel bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank in Liestal  getroffen. Eine Vertreterin der Webagentur Liip AG, zeigte auf, wie das Unternehmen anhand von Selbstorganisation die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert. Das Unternehmensmodell Holacracy ersetzt traditionelle Hierarchien und besteht aus sich selbst organisierenden Teams, in welchen alle Mitarbeitenden über viel Handlungsspielraum verfügen und zugleich Verantwortung für das Unternehmen tragen. Basierend auf dem Organisationsmodell sind die Arbeitsbedingungen bei der Liip AG sehr offen gestaltet: Neben zeitlicher Flexibilität durch Teilzeit, Jahresarbeitszeit und flexiblen Anpassungen des Pensums gehört auch ortsunabhängiges Arbeiten zum Alltag. Weitere familienfreundliche Angebote sind erhöhte Kinderzulagen, 100% Lohn im Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub, Still-und Ruheräume sowie die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu beantragen. Dieses innovative Organisationsmodell stiess bei den Mitgliedern der Familienfreundlichen Wirtschaftsregion Basel auf grosses Interesse und bietet viele Chancen für die Förderung der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie.

Weitere Informationen zum Round Table und zum Schwerpunktthema.

 

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Vereinbarkeit von Pflegeberuf und Familie ermöglichen

Veranstaltungsrückblick

In Kooperation mit Curaviva Basel-Stadt und Curaviva Baselland führte die Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel am 27. Februar 2019 eine Veranstaltung zum Thema Fachkräftemangel und familienfreundliche Arbeitsbedingungen in der stationären Langzeitpflege durch.

Im Rahmen eines World Cafés zeigten Maria Sonderegger, Leiterin Pflegedienst und stv. Geschäftsführerin des Pflegezentrum Brunnmatt, Thomas Rohrer, Geschäftsleiter des Alterszentrum am Buechberg, und André Müller, CEO des KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit, auf, mit welchen Massnahmen ihre Betriebe die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern und damit dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Denn ein Grund dafür, dass überdurchschnittlich viele Fachpersonen frühzeitig aus der Branche aussteigen, sind die Arbeitsbedingungen. Wer Pflegeberuf und Familie unter einen Hut bringen will, steht vor grossen Herausforderungen: unregelmässige Arbeitszeiten, Nachtdienst und Pikett machen die stationäre Langzeitpflege für Frauen und Männer mit familiären Verpflichtungen nicht besonders attraktiv.

Der Austausch der rund 50 teilnehmenden Heimleitenden, Pflegedienstleitenden, HR-Fachpersonen und interessierten Mitarbeitenden von Alters- und Pflegeinstitutionen in der Aula des Bethesda Spital Basel machte deutlich, dass Familienfreundlichkeit ein echter Gewinn für alle sein kann: Während die Mitarbeitenden dank Massnahmen wie flexiblen Arbeitszeiten und Dienstplänen, Jobsharing oder internen Kindertagesstätten familiäre Aufgaben besser mit ihren beruflichen Verpflichtungen vereinbaren können, profitieren die Unternehmen von motivierten Mitarbeitenden und deutlich sinkender Personalfluktuation. Die Investition in familienfreundliche Arbeitsbedingungen lohnt sich aber nicht nur deshalb, sondern ist auch ein wertvoller Wettbewerbsvorteil für die Gewinnung von kompetentem Fachpersonal. Wichtig für die erfolgreiche Umsetzung von Massnahmen ist, dass die familienfreundliche Kultur von Mitarbeitenden und Vorgesetzten getragen wird und beiderseits eine gewisse Offenheit und Flexibilität vorhanden ist.

Im Anschluss an die Veranstaltung bot ein Apéro Gelegenheit zum weiteren Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung. Moderiert wurde der Anlass von Fabian Leuthold, Projektleiter der Fachstelle UND, die sich für eine familienfreundliche und soziale Unternehmenskultur einsetzt.

Fachartikel zur Veranstaltung: Ansätze gegen den Fachkräftemangel in der Langzeitpflege

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Foto: František Matouš
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Betreuung von betagten Menschen: eine Herausforderung für Erwerbstätige?

Veranstaltungsrückblick

Der regionale Think Tank metrobasel stellte am 5. November 2018 im Universitätsspital Basel seine aktuelle Studie «Aging – Betreuung» zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Betagtenbetreuung vor. Rund 80 Interessierte fanden sich im kleinen Hörsaal des Zentrums für Lehre und Forschung ein.

Nachdem Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello in ihrem Einführungsreferat auf den demografischen Wandel und dessen Einfluss auf Betreuungsarbeit einging, präsentierte Regula Ruetz, Direktorin von metrobasel, die zentralsten Ergebnisse und Handelsempfehlungen der Studie. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Medizin und Verwaltung nahmen anschliessend Stellung zu den Resultaten. Es diskutierten: Dr. Lukas Engelberger (Regierungsrat und Vorsteher des Gesundheitsdepartements BS), Gabriele Marty (Leiterin Abteilung Alter der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland), Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello (Universität Bern), Leila Straumann (Leiterin Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern des Kantons Basel-Stadt), Prof. Dr. med. Reto W. Kressig (Klinische Professur für Geriatrie an der Universität Basel) und Prof. Dr. Jonathan Bennett (Berner Fachhochschule). Moderiert wurde das Gespräch von Raymond Dettwiler (Dozent für Marketing an der Hochschule für Wirtschaft FHNW).

Ein anschliessender Apéro bot die Gelegenheit zum weiteren Austausch.

Die Veranstaltung wurde von metrobasel in Kooperation mit der Familienfreundlichen Wirtschaftsregion Basel durchgeführt.

Download: metrobasel-Studie «Aging – Betreuung»