Praxisbeispiel Post CH AG

Gut verankerte Sozialberatung als Anlaufstelle

Jonas Bieri, Co-Leiter Sozialberatung Post CH AG, kennt zahlreiche Beispiele, wo die Pflege von Angehörigen Mitarbeitende vor schwierige Herausforderungen stellt: «Angehörigenpflege spielt oft in die Sozialberatung mit hinein, auch wenn sie nicht der Hauptgrund dafür ist, warum sich jemand bei uns meldet. Eine postinterne Umfrage aus dem Jahr 2012 zeigt jedoch, dass mehr als ein Drittel unserer Belegschaft davon betroffen ist. Die Post als verantwortungsvolle Arbeitgeberin nimmt das Thema deshalb sehr ernst.»

Im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Post steht, dass Arbeitseinsätze oder das Arbeitspensum nötigenfalls angepasst werden können. Auch ist es Betroffenen möglich, unbezahlten Urlaub zu beantragen. Zudem erlaubt es der Personalfonds der Post, finanzielle Entlastung zu bieten. Beispielsweise, wenn Leistungen nicht von der Krankenkasse gedeckt sind. Ausserdem unterstützen wir Mitarbeitende in der Angehörigenpflege bei administrativen Problemen und zeigen mögliche Lösungen auf.

Die Sozialberatung hat bei der Post eine lange Tradition und ist den Mitarbeitenden als Anlaufstelle bekannt. In Mittagsveranstaltungen wird mittels Plakaten, Flyern und Schulungen regelmässig auf das Thema und das Beratungsangebot der Post aufmerksam gemacht.