Praxisbeispiel Post CH AG

Gut verankerte Sozialberatung als Anlaufstelle

Jonas Bieri, Co-Leiter Sozialberatung Post CH AG, weiss aus seinem Arbeitsalltag, wie oft die Betreuung von Angehörigen auch Einfluss am Arbeitsplatz hat: «Angehörigenpflege wird sehr oft zum Gegenstand in der Sozialberatung, auch wenn sie nicht primärer Grund ist, an uns zu gelangen. 2012 zeigte eine Umfrage: 37,3% der Befragten sind davon betroffen. Die Post als Arbeitgeberin nimmt das Thema ernst und will ihre Mitarbeitenden bestmöglich unterstützen.»

Der GAV der Post hält fest: Arbeitseinsätze oder Arbeitspensum können bei Bedarf angepasst werden. Auch der Bezug von unbezahlten Urlauben ist darin vorgesehen. Zudem erlaubt der Personalfonds der Post, finanzielle Entlastung zu bieten, etwa wenn Leistungen nicht von der Krankenkasse gedeckt sind.

Die Sozialberatung hat bei der Post eine lange Tradition und ist den Mitarbeitenden als Anlaufstelle bekannt. Sie unterstützt Mitarbeitende, die Angehörige pflegen, in administrativen Abläufen und zeigt mögliche Lösungen auf. In Mittagsveranstaltungen, mit Plakaten, Flyern und Schulungen wird immer wieder auf das Thema und Beratungsangebot aufmerksam gemacht.