Kosten-Nutzen
Familienfreundlichkeit zahlt sich aus
Öffentliche und private Arbeitgeber haben verschiedene Möglichkeiten, ihre Mitarbeitenden bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen. Dazu gehören Information und Beratung, finanzielle Anerkennung oder ein eigenes Angebot an Betreuungsplätzen.
Zur Belohnung winken nicht nur geringere Personalkosten und eine stärkere Position auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch ein wertvoller Image-Gewinn bei den Mitarbeitenden, den Kundinnen und Kunden sowie in der Öffentlichkeit.
Jeder investierte Franken zahlt sich aus.
Massnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit sind dabei nicht zwingend kompliziert und kostenintensiv. Bereits kleine Schritte erzielen grosse Wirkung. Sie sind auch keine Einbahnstrasse. Wichtig ist, dass die Interessen beider Seiten ausgewogen berücksichtigt werden.
Eine wissenschaftliche Studie hat die wirtschaftlichen Auswirkungen der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Basler Unternehmen quantifiziert. Sie berechnet für Unternehmen, die entsprechende betriebliche Massnahmen konsequent umsetzen, eine zusätzliche Rendite von 8 %.
Ins Gewicht fallen insbesondere folgende Effekte:
- Rückkehreffekt: Mitarbeiterinnen kehren nach dem Mutterschaftsurlaub häufiger in den Betrieb zurück. Damit sinken Fluktuationsrate und -kosten.
- Teilzeiteffekt: Wenn Eltern mit Kinderbetreuungspflichten ihre Teilzeitpensen nach der Rückkehr ins Unternehmen schrittweise erhöhen können, spart das Kosten für Ersatzkräfte.
- Karriereeffekt: Eltern können ihre Berufs- und Qualifikationslaufbahnen fortsetzen und kommen trotz Betreuungspflichten für höhere Positionen in Frage. So reduzieren Unternehmen Personalbeschaffungskosten.
Familienfreundliche Unternehmenspolitik – Eine Kosten-Nutzen-Analyse für die Wirtschaftsregion Basel. Herausgegeben von der Abteilung für Gleichstellung von Frauen und Männern Basel-Stadt. Bestellen oder downloaden.